Samstag, 18. April 2015

The Majority Says // Erlangen, 12. April 2015

Durch einen glücklichen Zufall - ich habe die Karten gewonnen - kam ich am Sonntag, den 12. April, zu dem kleinen aber feinen Clubkonzert von The Majority Says.

Who are 'The Majority Says'?

Die Band ist noch in ihren Anfängen, bei ihrem Talent wird diese Phase aber nicht mehr lange anhalten. Um kurz mal ein paar Worte über sie zu verlieren, da man The Majority Says bei uns vielleicht noch nicht zu 100 Prozent kennt, möchte ich erst etwas über sie erzählen.

The Majority Says wurde im Jahr 2005 in dem schwedischen Städtchen Linköping (damals noch unter anderem Namen) gegründet. Seit 2011 existiert die Band in ihrer heutigen Form. Ihre erste EP ‚Best Night Ever‘ (2012) sowie ihr erstes Album ‚Under Streetlights‘ (2012) erschienen nur in Skandinavien, da dort ihre Bekanntheit deutlich über der in Deutschland bzw. auf dem gesamten restlichen europäischen Markt lag. Im Jahre 2013 kam dann ihre erste EP ‚Between Love and Simple Friends‘ auf den Markt; leider erhielt diese aber weniger Beachtung als ihr eigentlich zusteht. Dementsprechend war die EP auch nie in den Charts zu finden. Ihr selbstbetiteltes erstes - auch in Deutschland erhältliches Album - ‚The Majority Says‘ kam 2014 auf den Markt und kletterte immerhin auf Platz 69 der Deutschen Albumcharts.

Musik


The Majority Says machen skandinavisch angehauchten Indie-Pop, welcher durch den schwedischen Akzent der Sängerin Hanna Antonsson eine zusätzliche süße Note bekommt. Ihre Melodien reichen von zerbrechlichen und traurigen Klängen bis zu feinstem Pop, bei dem man nie wieder aufhören möchte zu tanzen. Und eines ist ganz sicher: jeder spürt das Kribbeln im Arsch und man muss sich einfach zu dieser Musik bewegen - stehenbleiben ist keine Option. Man wird förmlich getragen und mitgerissen und kann sich in der Musik verlieren, während Hanna Antonsson von der Liebe und vom Leben erzählt und dich in eine ganz andere Welt mitnimmt.

Das Konzert - Perfektion einen Abend lang.

Aber nun zum Konzert. Begonnen wurde pünktlich um 20:00 Uhr mit der deutschen (Vor-)Band ‚Wyoming‘. Man kann von sehr solidem Indie reden, der durch eine undefinierbare Eigenart etwas besonderes und durchaus spannendes erhielt. Mich vermogen sie nicht gänzlich zu überzeugen, da der Sound zu experimentell und zu gewollt anders war, als dass ich voll mit einsteigen konnte. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Auftakt der sich auf jeden Fall sehr gut in den Abend eingefügt hat.

Die Dame und die Herren von The Majority Says kamen fröhlich, gut gelaunt und strahlend auf die Bühne und man konnte ihnen vom ersten Moment ansehen, wie sehr sie sich freuen, spielen zu dürfen. Und eines muss man ihnen lassen: sie können spielen. Anfangs war das Publikum noch sehr zurückhaltend, niemand traute sich und alle standen unsicher im Raum herum. Aber nachdem wir freundlich mit einem verschmitzten Grinsen dazu aufgefordert wurden, doch bitte näher an die Bühne zu kommen, war der Groschen gefallen und jeder gab sich der Musik vollends hin. Die Atmosphäre im E-Werk hat hervorragend gepasst; es war ein so wunderbar intimes Konzert, bei welchem man sich durchgehend wohl und geborgen gefühlt hat, als wäre die Welt für ein paar Stunden doch noch in Ordnung. Man konnte tanzen, man konnte wippen, man konnte sich treiben lassen und man konnte es die ganze Zeit genießen. Und es war viel zu schnell vorbei. Nach knapp 55 Minuten war die erste Runde vorbei, die Zeit verging viel zu schnell. Aber natürlich gab es noch eine letzte Zugabe, bei der nochmal jeder seinen perfekten Abschluss finden konnte. Aber nach ca. 80 Minuten war dann wirklich Schluss, und es hätte am liebsten für immer weitergehen können. Der große Jubel war jedoch hochverdient und das Strahlen der sechs Schweden hat einem selbst das Herz erwärmt.




Doch nach dem Konzert ist vor dem Merchstand! Es gab von T-Shirts bis Beutel bis Vinyl alles, was das Herz begehrt. Die Preise waren zudem äußerst human und man konnte zuschlagen. Als besonderes Schmankerl kam die Band noch zum Stand um die Alben, Schalllatten und Tour-Kärtchen zu signieren.

Die Moral von der Geschicht

Was soll man sagen: ich wurde sehr großer Fan von The Majority Says. Selten wurde ich so positiv von einer Band überrascht, selten habe ich so viel Spielfreude miterlebt. Es war herrlich, von der ersten bis zur letzten Minute.

Reinhören!

Und für jeden, der jetzt etwas Lust bekommen hat und gerne reinhören moechte, hier sind meine Empfehlungen:



Und natürlich meine absolute Empfehlung: geht zu einem Konzert und lasst euch selbst überzeugen!





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Freitag, 10. April 2015

All Time Low - Future Hearts // Album Review

We've got scars on our future hearts, but we never look back. No, we never look back.


Die US Pop-Punk-Band All Time Low sind melden sich mit ihrem sechsten Studioalben zurück auf den großen Teppich der Musikindustrie! Future Hearts - wie das gute Stück sich nennt - wurde am 07. April diesen Jahres veröffentlicht und spricht dafür, dass die Jungs aus Baltimore ihrem Stil Treu geblieben sind.

Aus der Vergangenheit sind wir von All Time Low energiereiche Pop-Punk-Musik gewoehnt, welche sich in ihren durchwegs bekannten Songs niederschlug. Doch hinter der fröhlichen Fassade ihrer Musik verbergen sich einfühlsame Texte, die das Leben in allen möglichen Fassetten beschreiben: die erste Liebe, das Ende einer Beziehung, Selbstzweifel und die Lust am Leben sind immer dabei. Man kann bei ihren Lieder weinen, obwohl die Melodien so fröhlich sind. Und genau das macht All Time Low aus: so konträr wie sie sind, so bedeutsam ist ihre Musik.



Was erwartet uns auf ‚Future Hearts‘?


Eine Frage, tausend Antworten: ein solides Album mit seinen Höhen und tiefen, welches auf ganzer Strecke aber voll überzeugt und Spaß macht. Natürlich soll das nicht alles gewesen sein, wir gehen das Album in näherem Detail Stück für Stück durch.

Los geht es mit dem Song „Satellite“ und einem basslastigen Gitarrenintro und powervollen Drums im späteren Verlauf. Es erinnert an eine Hymne zum Auftakt des Albums, ein kleiner Vorgeschmack auf das was kommt - zum Ende wird es jedenfalls laut.

Weiter geht es mit „Kicking & Screaming“, welcher durchaus schnell beginnt, in den Versen aber abflacht. Der Chorus ist dann wieder flott und fügt sich für den Song gut in das Gesamtbild ein - ist jedoch auch nichts besonderes. Man wollte vielleicht teilweise in die Screamo Richtung gehen, hat sich aber nicht getraut, das auch wirklich konsequent durchzuziehen.

Der nächste Song ist die bereits im Vorfeld veröffentliche Single „Something’s Gotta Give“, welcher mit freudigem Rhythmus eröffnet. Der Chorus ist auch in diesem Lied wieder besser als der Verse - ein Phänomen das sich durch das gesamte Album zieht. Eine gelungene Singleauskopplung, auch wenn die „oh yeah’s“ gerne durch etwas anderes ersetzt werden dürften.

„Kids In The Dark“ fügt sich nahtlos ein, powervoller Chorus trifft auf Singsang im Verse.

„Runaways“ erinnert fast ein wenig an Panic! At The Disco, lässt aber trotzdem dem typischen All Time Low Sound nicht vermissen. Bisher ist dieser auch mein Lieblingssong, der Chorus spricht dabei jedem aus der Seele, der einfach dem Alltag entfliehen und Abenteuer erleben möchte.

In „Missing You“ geht es etwas ruhiger zu, es geht (wie der Titel indiziert) um ein wenig Herzschmerz. Alles in allem ein solider Song.

Die Drums eröffnen sehr schön auf „Cinderblock Garden“, welcher auch ein catchy Gitarrenriff durch den ersten Verse spielt. Auch bei diesem Song möchte man am liebsten in der Sonne auf der Wiese tanzen und alles vergessen.

„Tidal Waves“ ist wieder ein ruhiger Song, welcher zwar durch gefühlvolle Lyrics zu bestechen weiß, dies aber musikalisch meiner Meinung nach nicht ganz umsetzen kann.

Konträr dazu geht es mit „Don’t You Go“ weiter, welcher mit verspielten Vocals bis zum kraftvollen Chorus verläuft, welcher zum mitsingen einlädt. Ehrlich gesagt sind die Lyrics hier etwas flach.

Das Gefühl, ein neues Album von Simple Plan zu hören setzt sich bei „Bail Me Out“ fort, ein eher zweitklassiger Song auf diesem Album. Nichts besonderes, der Chorus ist wirklich sehr einfallslos und auch sonst kann dieser Song durch nichts wirklich herausstechen.

Der meiner Meinung nach zweitbeste Song des Albums „Dancing With A Wolf“ ist wieder ein eher fordernder Song, welcher beständig nach Vorne marschieren will, aber nie den großen Ausbruch erlebt. Trotzdem sind hier Verse und Chorus sehr schön, der Song wird nie flach und man hat wieder einen schönen homogenen Song der durchmarschiert. Endlich sind auch die Lyrics wieder das war sie früher waren: tiefgründig und mit Aussagekraft. All Time Low haben also immer noch was zu sagen.

Nach diesem Song voller Power kehrt mit „The Edge of Tonight“ wieder etwas Ruhe ein. Der Chorus erinnert wieder an große Hymnen der Welt, ist aber eher der kleine Bruder davon. Vielleicht beinhaltet der Song ein wenig zu viel Herzschmerz.

Abgeschlossen wird das Album mit dem Song „Old Scars - Future Hearts“. Und hier wird es noch einmal richtig groß. Der Song hat Power, Aussagekraft und marschiert gekonnt nach vorne und hat einen Chorus zu dem man am liebsten wieder springen würde. Auch hier spielen All Time Low wieder ihre große Stärke der aussagekräftigen Lyrics aus.

Was heißt das insgesamt?


Das Album kommt in dieser Review schlechter rüber, als es in Wirklichkeit ist. In seiner Gesamtheit kann das Album auf jeden Fall überzeugen, wie bereits gesagt hat es seine Höhen und Tiefen, aber nichtsdestotrotz sind die meisten Songs durchaus gut bis sehr gut.

Was sehr auffallend ist und sich durch das gesamte Album zieht ist die Ähnlichkeit und die Anlehnung an Songs, welche in den großen Stadien der Welt gespielt werden. Das bedeutet nicht, dass All Time Low sich berühmte Songs genommen und diese einfach ein wenig verändert haben. Man wird schlicht das Gefühl nicht los, dass All Time Low mit diesem Album ganz hoch hinaus wollen - und meinetwegen hätten sie das auch verdient. Es gibt viele Passagen, die sich hervorragend machen würden, wenn sie von tausenden Fans bei einem Open Air Konzert mitgesungen werden und die Drums kämen in einem großen Stadion absolut wunderbar zur Geltung. Auch gibt es viele Parts, die die Crowd zum mitsingen einladen. Dieses Album in den Stadien dieser Welt würde ganz hervorragend funktionieren. Noch sind die Jungs zumindest bei uns in Deutschland eher klein anzusiedeln, es bleibt also abzuwarten, wohin die Reise wirklich führt. Im Vereinigten Königreich, wo All Time Low durchaus sehr erfolgreich sind, könnte es jedoch eine herrliche Atmosphäre während den Konzerten und dank dieses Albums geben.

Und das halte ich von ‚Future Hearts‘


Einen Vergleich zu alten Alben zu wagen ist immer schwer, will sich die Band doch fortentwickeln und nicht immer an ihren alten Liedern gemessen werden. Eine solche Wertung ist natürlich auch immer höchst subjektiver Natur und hat grds. keinerlei Aussagekraft. Für mich sind „Nothing Personal“ und „Don’t Panic“ die beiden besten Album dieser Band und zugegebenermaßen kommt Future Hearts zum derzeitigen Zeitpunkt noch an keines dieser beiden Alben heran. Der Stil ist ein anderer, man zieht die Songs neu auf und will sie zu Großen machen - sowas spielte bei All Time Low früher keine Rolle. Live - und da bin ich mir sicher - wird das ganz großes Kino. Bis dahin eignet sich Future Hearts auf jeden Fall um es bei jeder Gelegenheit anzuhören, es ist und bleibt ein sehr gutes Album!



4/5


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Donnerstag, 2. April 2015

Highfield Festival: Line Up komplett

Das Festival am Störmthaler See hat fertig

Das Highfield Festival in der Nähe von Leipzig hat heute seine letzte Bandwelle des Jahres 2015 bekannt gegeben. In der Folge steht somit das komplette Line Up für eine weitere erfolgreiche Ausgabe des gemütlichen Festivals am See. Genießen kann man die Aussicht auf dem größten Festival im Osten Deutschlands dieses Jahr vom 14. bis 16. August.



Wer kommt bisher?

Das Highfield Festival führt dieses Jahr an seiner Spitze die Folk-Punk-Band Dropkick Murphys auf. Unterstützt werden diese durch die Alternative Band Interpol sowie durch den deutschen Rapper Marteria. Doch auch abgesehen der drei Headliner lässt sich das Line Up durchaus sehen! Wir sprechen hier von wunderschönen Klängen im Sonnenuntergang mit Clueso, Elektro-Action mit Frittenbude oder auch guter alter Punk von The Offspring. In der Hip-Hop und Rap Fraktion sind ausserdem Prinz Pi und Alligatoah vertreten. So richtig die Sau rauslassen kann man mit zwei deutschen Bands, die dafür bekannt sind, der Crowd einzuheizen: Donots und Madsen. Man hat natürlich noch mehr zu bieten: aus dem Vereinigten Königreich erwartet den freudigen Besucher The Kooks, und aus Übersee kommen The Gaslight Anthem. Eine perfekte Abrundung bilden dann noch SDP, Bilderbuch, Broilers und Feine Sahne Fischfilet. Natürlich ist das noch nicht alles und es gibt noch viel viel mehr zu sehen.

Neu dabei

Neu seit heute gibt es Unterstützung aus der Hip-Hip Ecke: die Jungs von K.I.Z. und die Antilopen Gang fügen sich passend zu Alligatoah, Prinz Pi und Konsorten quasi nahtlos ins Line Up ein. Für die richtige Portion Spaß sorgen zusätzlich Heisskalt, The Subways und LaBrassBanda.

Alle Neuzugänge im Überblick

John Coffey, DMA's, Heisskalt, Hilltop Hoods, Satanic Surfers, Antilopen Gang, The Augustines, The Subways, LaBrassBanda, K.I.Z.

all in all

257ers, Adam Angst, Against Me!, Alligatoah, Antilopen Gang, Apologies I Have None, Bilderbuch, Broilers, Clueso, Danko Jones, DMA's, Donots, Dropkick Murphys, Feine Sahne Fischfilet, Flogging Molly, Frittenbude, Heisskalt, Hilltop Hoods, Interpol, Irie Révoltés, John Coffey, K.I.Z., LaBrassBanda, Madsen, Marcus Wiebusch, Marteria, Millencolin, Obey The Brave, Pantéon Rococó, Prinz Pi, Rob Lynch, Satanic Surfers, SDP, The Gaslight Anthem, The Kooks, The Menzingers, The Offspring, The Subways, The Wombats, ZSK

Rock im Revier

Aus am Nürburgring - ab nach Gelsenkirchen

"Der Ring - Grüne Hölle Rock" - das von der DEAG als "Traditionsfestival" beworbenes Festival am (tatsächlich) legendären Nürburgring ist Geschichte. Schleppende Ticketverkäufe und Streitigkeiten mit dem eigenen Partner haben die Alarmsirenen schrillen lassen und man hat letztlich einen Schlussstrich unter die gesamte Veranstaltung gezogen.

Aber nach der Festivalabsage ist vor dem Festival! Den zwar gibt es "Der Ring" nicht mehr, dafür wird es aber angeblich exakt das selbe Festival in der Veltins Arena in Gelsenkirchen geben, nur nennt es sich dort "Rock im Revier". Einfallsreich.

Was heisst das für die Besucher?

Die gute Nachricht zuerst: man kann seine bereits gekauften Karten (angeblich) problemlos an allen VVK-Stellen zurückgeben. Auf Nachfrage wussten diese jedoch von der gesamten Situation noch gar nichts, aber das war sicher die berühmte Ausnahme von der Regel. Man darf gespannt bleiben.

Der Rest ist eher, nun ja. Nicht ganz so erfreulich, die wahren Infos fehlen noch. Fakt ist: man zieht also in die Veltins Arena nach Gelsenkirchen. Eben an jenen Ort, an dem vor zwei Jahren noch das MLK'sche Festival "Rock im Pott" stattgefunden hat. Man wirbt zwar damit, eine Neuheit in dieser Arena zu veranstalten, aber die Realität holt die DEAG ja meist eher spät ein. Wer schon mal ein Konzert in dieser Turnhalle miterlebt hat, weiss, dass sie vielleicht nicht der ideale Veranstaltungsort ist. Der Sound ist meist eher passabel, eine Atmosphäre existiert quasi nicht und es hat jetzt auch jegliche hochangepriesene "Tradition" verloren.

Es dürfte auch die Frage interessant werden, wer denn überhaupt auftreten wird. Am Nürburgring waren ja nach alter "Rock am Ring" Manier drei Bühnen angedacht. Wie man das in der Arena auf Schalke umsetzen will möchte ich auch erst mal demonstriert bekommen. Denn drei Bühnen auf der Größe eines Fussballfeldes wird vermutlich eng. Es ist auch noch nicht bekannt gegeben worden, ob man ausserhalb des Stadions weitere Bühnen aufbaut und das Programm wie geplant ablaufen wird. Genauso dürfte die Campingsituation interessant werden, aber man hat ja einen Parkplatz vor der Arena - also quasi schon einen halben Campingplatz. Und bei den bisher verkauften Tickets kann man quasi auch in der Arena schlafen.

Für alle, die jetzt neu dabei sind: Karten gibt's ab dem 09. April, scheinbar nur via Telefon.

Freitag, 27. März 2015

Der Ring - Grüne Hölle Rock 2015: Hat es sich ausgerockt?

Der Ring - Grüne Hölle Rock 2015: Hat es sich ausgerockt?


"Der Ring - Grüne Hölle Rock", welches am letzten Maiwochenende am Nürburgring stattfindet, sollte DAS neue Festival für die Metalfraktion Deutschlands werden. Jedenfalls in den Augen der DEAG, dem Veranstalter.

Doch aktuellste Entwicklungen sprechen eine deutlich andere Sprache: schlechte Ticketverkauefe, Verlegung oder gar eine Absage. Doch langsam, widmen wir uns einem nach dem anderen.


Was ist "Der Ring" überhaupt?


"Der Ring" findet planmäßig vom 29.05. - 31.05. am Nürburgring statt, eben jener Location, welche Jahrzehnte als Kulisse für das legendäre Festival "Rock am Ring" diente. Letztes Jahr wurde bekannt, dass Rock am Ring nicht länger am Nürburgring gastieren wird, die neue Spielstätte ist ein Flugplatz in der nicht unweit des Nürburgrings gelegenen Gemeinde Mendig. Die DEAG - der Veranstalter von "Der Ring" - kaufte sich rein und wollte ein eigenes grosses Festival, welches ebenso legendär sein sollte, etablieren.

Man könnte sagen, der Plan ging nicht ganz auf. Ursprünglich sollte ausschliesslich die Metal, Hard-Rock bzw. Hardcore Schiene bedient werden und dem Giganten "Wacken" (und natürlich auch Rock am Ring) Konkurrenz gemacht werden. Da kommt aber die Frage auf: Wieso findet man Bands wie den Headliner (!) Muse auf solch einem Festival, welches ein völlig anderes Genre anstrebt? Auch Bonaparte, Interpol oder The Hives passen wenig bis gar nicht in das Gesamtbild hinein. Aber nun gut.

Man sollte wissen, dass "Der Ring" nicht alleine daherkommt. Als kleine Schwestern werden die beiden Festivals "Rockavaria" in München und "Rock in Vienna" in (surprise) Wien ausgerichtet. Sie weisen ein quasi identisches Line Up auf, werden ebenfalls von der DEAG ausgerichtet und sollen den revolutionären Wandel im sowieso schon überfüllten Festivalmarkt bringen. Geniale Idee.


Die Realität ist hart, der Partner CNG rebelliert


Nun stellte sich heraus, dass der Plan eher schief geht, wie die Wirtschaftswoche berichtet.

Die CNG (Capricorn Nürburgring, Geschäftsführung des Nürburgring) möchte schon aus dem derzeit bestehenden Fünfjahresvertrag austreten, bevor das Festival "Der Ring" überhaupt ein einziges Mal stattgefunden hat.

Gründe gibt es viele. Zum einen bestehen bereits jetzt Kosten i.H.v. 3,5 Millionen Euro - dem steht ein bisheriger Vorverkaufserlös von lediglich 800.000 Euro gegenüber. Die nächste Vorauszahlung für Künstlergagen (immerhin 127 Millionen Euro) kann demnach nicht gedeckt werden. Die DEAG fordert nun Liquidität von der CNG - warum eigentlich auch nicht? Laut DEAG gibt es zwar kein Liquiditätsproblem, aber mit mehr Geld lebt es sich wohl einfach besser. Die CNG sollte die Künstlergagen zur Hälfte übernehmen, hat bisher aber noch nichts dazu beigetragen - auf Nachfrage gab es keine Stellungnahme.

Auch auf die Nachfrage, ob "Der Ring" nun abgesagt wird gab es keinen Kommentar. Schweigen ist nunmal auch eine Antwort.


Die Verlegung von "Der Ring"


Laut DEAG steht aber ein Verlegung des Festivals im Raum. Dazu behaupte ich mal folgendes: zwei Monate vor Festivalbeginn ist das unmöglich. Man benötigt eine neue Location und muss sich über das Sicherheitskonzept bewusst werden (z.B. Konzepte für die Security, Polizei, Feuerwerk, DRK, etc.), was vor allem nach Katastrophen wie der Love Parade in Duisburg sicherlich nicht an einem Tag von statten geht. 2015 dürfte eine Verlegung quasi ausgeschlossen sein. Ob das Festival 2016 überhaupt, und wenn ja an einem anderen Ort stattfindet, steht noch in den Sternen.


Die prekäre Lage an der Ticketfront


Anfang Februar waren laut Aussagen der DEAG für "Der Ring" lediglich 7.500 Karten verkauft worden. Es fehlen als nur schlappe 80.000 Karten bis zum Ausverkauf und der 'schwarzen Null'. Zu Beginn wollte die DEAG nach eigener Aussage auf Tagestickets verzichten - man versprach sich blühende Vorverkaufszahlen. In der Realität gab es bereits zweieinhalb Monate vor dem Festival erste Tagestickets zu kaufen - 10.000 Tickets für jeden Tag.

Für den einen Zwilling (oder Drilling?) "Rockavaria" in München wurden bei einer Kapazität von 68.000 Besuchern bisher rund 33.000 Tickets verkauft - Drei-Tages-Karten und Tagestickets wohlgemerkt! Auch bei "Rock in Vienna" läuft es nicht rosig: bei einer maximalen Kapazität von 60.000 Besuchern wurden 16.000 Tickets an Mann und Frau gebracht. Das entspricht 56.500 verkauften Tickets bisher - damit wäre noch nicht mal "Rock in Vienna" alleine ausverkauft.

Aber bei der DEAG ist man weiter optimistisch (oder realitätsfern) und kommentiert diese schwachen Vorverkaufszahlen nicht, denn man ist sich sicher, die Hütte am Ende voll zu bekommen. Da sie nur noch 151.500 Karten verkaufen müssen - und damit in zwei Monaten etwa zweieinhalb Mal so viele wie in bisher fünf Monaten. Läuft.


Demnächst bei der DEAG


In der kommenden Woche soll mehr bekannt gegeben werden, man darf also gespannt bleiben ob der Zukunft des Festivals "Der Ring - Grüne Hölle Rock". Denn ein Hölle könnte es für den Veranstalter werden.

Mittwoch, 25. März 2015

Lollapalooza Festival (US) - First Bands Announced!



Lollapalooza Festival 2015 (US) - first Bands announced!


Das legendäre Lollapalooza Festival in Chicago, IL (US) hat heute seine ersten grossen Bands bekannt gegeben. Steigen wird das Festival im Grant Park vor der Kulisse Chicagos vom 31. Juli bis zum 02. August. Die 3-Tages-Karten für dieses Jahr sind schon ausverkauft, Tagestickets werden jedoch ab dem 25. März erhältlich sein. Und wer zu dieser Zeit in den USA und evtl. sogar Chicago ist, der sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen.



Schauen wir uns allein die Headliner an: Paul McCartney, enough said. Eine Legende, die ihresgleichen sucht. Ein einmaliger Künstler, welcher Musikgeschichte geschrieben hat und sich dieses Jahr am Lollapalooza Festival die Ehre gibt. Neben ihm an der Headlinerposition steht die Metal-Band Metallica. Besonders betonen kann man darüber hinaus noch Florence and the Machine, den mehrmaligen Grammy-Gewinner Sam Smith, Tame Impala, und Musik, zu der man am liebsten Sex haben möchte: The Weeknd. Man müsste eigentlich alle Bands erwähnen, denn Death From Above 1979, The War On Drugs, The Tallest Man on Earth, Charli XCX, die bezaubernde Tove Lo und Walk The Moon sind gerade erst der Anfang.





Friday, July 31st: Paul McCartney, The Weeknd, Alt-J, Alabama Shakes, Kaskade, Dillon Francis, Gary Clark Jr., Flying Lotus, Hot Chip, the War on Drugs, DJ Snake, Sylvan Esso, MS MR, Tove Lo, Glass Animals, St. Paul & the Broken Bones, First Aid Kit, DJ Mustard, James Bay, Broods, MisterWives, What So Not, Sxa, Jamestown Revival, Philip Selway, Young Thug, Coasts, Destructo, Borns, Badbadnotgood, Mighty Oaks, Bear’s Den, Peking Duk, Black Pistol Fire, Spookyland, Bully, Gabriel Garzon-Montano, Kyle Thornton & the Company, The New Pacific, Daye Jack, The Pop Ups, Q Brothers, School of Rock AllStars, The Jimmies, Mista Cookie Jar and the Chocolate Chips. 

Saturday, August 1st: Metallica, Sam Smith, Alesso, Tame Impala, Kid Cudi, Brand New, Carnage, G-Easy, Walk the Moon, Tyler the Creator, The Tallest Man on Earth, Banks, Chet Faker, Sturgill Simpson, Death From Above 1979, Toro y Moi, Charli XCX, Django Django, Boys Noize, Delta Spirit, RL Grime, Givers, Ryn Weaver, Travi$ Scott, Caked Up, Hermitude, Wet, Holychild, Catfish and the Bottlemen, Zella Day, Mr. Eden, Jessica Hernandez & the Deltas, Snbrn, Ellie King, Beat Connection, Mick Jenkins, Raury, Jack Novak, Pell, White Sea, Hippo Campus, Coin, Danny Weinkauf, School of Rock Allstars, The Jimmies, Mista Cookie Jar and the Chocolate Chips, The Helmets. 


Sunday, Augugst 2nd: Florence + the Machine, Bassnectar, Of Monsters and Men, A$AP Rocky, TV On The Radio, Nero, twenty one pilots, Nicky Romero, Kygo, Marina and the Diamonds, FKA Twigs, Lord Huron, Gogol Bordello, Stromae, Odesza, Logic, The Chainsmokers, Wild Belle, Twin Peaks, Angus & Julia Stone, George Ezra, Strand of Oaks, Moon Taxi, Shakey Graves, Galantis, Night Terrors of 1927, Alison Wonderland, Circa Waves, DMAs, Sheppard, Mako, Skylar Spence, the Wombats, Halsey, Lion Babe, Black Tiger Sex Machine, Vérité, Jacklndn, Zebra Katz, the Lonely Biscuits, SirenXX, In the Whale, Atarah Valentine, The Pop Ups, Danny Weinkauf, Motown Pete, Q Brothers, School of Rock Allstars


Das Lollapalooza stand schon immer dafür, ein einzigartiges Festival zu sein, mit überragenden Live-Acts und einer herrlichen Atmosphäre. Daran wird sich auch dieses Jahr nichts ändern, viel eher wird es noch besser werden!

Und wenn ich ehrlich bin macht es mich etwas traurig, ein solches Line Up nicht beim deutschen Pendant zu sehen.

Pukkelpop Festival 2015 - first Bands announced!

Pukkelpop Festival 2015 - first bands announced


Das Pukkelpop Festival - eines der grossen Festivals Belgiens - hat heute seine ersten Acts für das Line Up 2015 bekannt gegeben. Dieses Jahr findet es vom 20. - 22. August statt; der Termin für den Beginn des Vorverkaufs ist vorerst auf den 15. April datiert  Und so viel kann ich euch jetzt schon sagen: es ist fett.

Für alle, die noch nie vom Pukkelpop gehört haben, mal ein kurzer Überblick. Das Pukkelpop findet seit 1985 jährlich statt - dieses Jahr gibt es also das 30-jährige Bestehen zu feiern! Der Ort des Geschehens ist seit jeher Hasselt in Belgien. An drei Tagen wird auf fünf Bühnen mit über zweihundert Bands alles gegeben. Die Besucherzahl liegt im einhunderttausender-Bereich, pro Tag werden ca. 65.000 Besucher erwartet. Musikalisch richtet sich das Pukkelpop an fast jeden: von Electro, Indie und Alternative wird bis zu Emo und Metal alles geboten.

Auch dieses Jahr muss sich das Pukkelpop definitiv nicht verstecken. Als die ersten beiden grossen Headliner kann man sich auf Linkin Park und Bastille freuen. Aber auch abseits der Headlinerposition bleiben keine Wünsche offen. Sei es die deutsche Punkband Beatsteaks, die neue Elektro-Sensation Charli XCX oder auch Boys Noize. Passend zum Headliner Linkin Park finden sich die Irish-Folk-Rocker von Dropkick Murphys, genauso wie die Nu-Metal-Band Limp Bizkit. In der Sonne Belgiens kann man auch auf die bezaubernde Ellie Goulding, FFS, und Future Islands gespannt sein. Fans der alternativen Musik kommen mit Interpol, The Macabees und The War On Drugs auf ihre Kosten. Besonders schön sind auch noch Tame Impala sowie Major Lazor. Als persönliches Highlight (aus reiner Vorliebe zu den Bands) empfehle ich euch noch Allah-Las, welche euch in die 60er Jahre zurückversetzen, während ihr mit einer schönen Frau im Arm am Strand sitzt und den Surfern beim Wellenreiten zuseht. Mit The Story So Far kann man zusätzlich seinen Gefühlen freien Lauf lassen und sie förmlich aus sich rausschreien.

Was bleibt mir zu sagen: ein für den August ausgezeichnetes Line Up erwartet jeden, der die Reise nach Belgien antritt um ein Wochenende auf dem Pukkelpop Festival zu verbringen. Die perfekte Mischung aus Electro, Rock und Alternative sorgt dafür, dass man am liebsten den ganzen Tag vor einer der fünf Bühnen stehen möchte.




Das bisher bekannte Line-Up in seiner Gesamtheit:

Above & Beyond, Adam Beyer, Allah-Las, All Time Low, Architects, A-Trak, Atreyu, Bad Breeding, Bastille, Bear’s Den, Beatsteaks, Black Box Revelation, Black Sun Empire, Boys Noize, Brodinski presents Brava, Cardiknox, Charles Bradley & His Extraordinaires, Charli XCX, Chunk! No, Captain Chunk!, Courtney Barnett, Craze, Critical Soundsystem - Mefjus x Kasra x Enei, Curtis Harding, Cymbals Eat Guitars, Daniel Avery b2b Erol Alkan, The Dillinger Escape Plan, Diplo, The Districts, Django Django, Dolomite Minor, Dropkick Murphys, Duke Dumont Live, Echosmith, Ellie Goulding, Elliphant, Enter Shikari, Fakear, Father John Misty, FFS (Franz Ferdinand & Sparks), Flako, Four Tet, Future Islands, George Ezra, The Get Up Kids, Ghost Culture, Gorgon City Live, Halestorm, Hannah Wants, Howling, Hudson Mohawke Live, Interpol, James Blake, Jamie xx, John Talabot, Jurassic 5, Karenn live, Kate Tempest, Kele, Knife Party, Kodaline, Len Faki, Lido, Limp Bizkit, Linkin Park, Little Dragon, Little Simz, The Maccabees, Machinedrum, The Magician, Major Lazer, Manchester Orchestra, Mark Ronson DJ Set, Mastodon, The Menzingers, Mew, Michael Kiwanuka, Milk Teeth, Mini Mansions, Mr Oizo, Dj Mustard, Netsky, Odesza, The Offspring, Ought, The Parov Stelar Band, Passenger, Pissed Jeans, Pond, Porter Robinson live, Prhyme feat. Adrian Younge, Radkey, Rebel Sound, Roots Manuva, Rudimental, Run The Jewels, Seasick Steve, Shadow Child, Sigma Live, Slaves, Son Lux, The Sore Losers, SPOR feat. Linguistics, The Story So Far, Strand Of Oaks, The Subways, Tale Of Us, Tame Impala, Ten Walls, Thomston, Todd Terje & The Olsens, Trixie Whitley, Truckfighters, Ty Dolla $ign, Underworld, The Upbeats, Viet Cong, The War On Drugs, What So Not