Samstag, 18. April 2015

The Majority Says // Erlangen, 12. April 2015

Durch einen glücklichen Zufall - ich habe die Karten gewonnen - kam ich am Sonntag, den 12. April, zu dem kleinen aber feinen Clubkonzert von The Majority Says.

Who are 'The Majority Says'?

Die Band ist noch in ihren Anfängen, bei ihrem Talent wird diese Phase aber nicht mehr lange anhalten. Um kurz mal ein paar Worte über sie zu verlieren, da man The Majority Says bei uns vielleicht noch nicht zu 100 Prozent kennt, möchte ich erst etwas über sie erzählen.

The Majority Says wurde im Jahr 2005 in dem schwedischen Städtchen Linköping (damals noch unter anderem Namen) gegründet. Seit 2011 existiert die Band in ihrer heutigen Form. Ihre erste EP ‚Best Night Ever‘ (2012) sowie ihr erstes Album ‚Under Streetlights‘ (2012) erschienen nur in Skandinavien, da dort ihre Bekanntheit deutlich über der in Deutschland bzw. auf dem gesamten restlichen europäischen Markt lag. Im Jahre 2013 kam dann ihre erste EP ‚Between Love and Simple Friends‘ auf den Markt; leider erhielt diese aber weniger Beachtung als ihr eigentlich zusteht. Dementsprechend war die EP auch nie in den Charts zu finden. Ihr selbstbetiteltes erstes - auch in Deutschland erhältliches Album - ‚The Majority Says‘ kam 2014 auf den Markt und kletterte immerhin auf Platz 69 der Deutschen Albumcharts.

Musik


The Majority Says machen skandinavisch angehauchten Indie-Pop, welcher durch den schwedischen Akzent der Sängerin Hanna Antonsson eine zusätzliche süße Note bekommt. Ihre Melodien reichen von zerbrechlichen und traurigen Klängen bis zu feinstem Pop, bei dem man nie wieder aufhören möchte zu tanzen. Und eines ist ganz sicher: jeder spürt das Kribbeln im Arsch und man muss sich einfach zu dieser Musik bewegen - stehenbleiben ist keine Option. Man wird förmlich getragen und mitgerissen und kann sich in der Musik verlieren, während Hanna Antonsson von der Liebe und vom Leben erzählt und dich in eine ganz andere Welt mitnimmt.

Das Konzert - Perfektion einen Abend lang.

Aber nun zum Konzert. Begonnen wurde pünktlich um 20:00 Uhr mit der deutschen (Vor-)Band ‚Wyoming‘. Man kann von sehr solidem Indie reden, der durch eine undefinierbare Eigenart etwas besonderes und durchaus spannendes erhielt. Mich vermogen sie nicht gänzlich zu überzeugen, da der Sound zu experimentell und zu gewollt anders war, als dass ich voll mit einsteigen konnte. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Auftakt der sich auf jeden Fall sehr gut in den Abend eingefügt hat.

Die Dame und die Herren von The Majority Says kamen fröhlich, gut gelaunt und strahlend auf die Bühne und man konnte ihnen vom ersten Moment ansehen, wie sehr sie sich freuen, spielen zu dürfen. Und eines muss man ihnen lassen: sie können spielen. Anfangs war das Publikum noch sehr zurückhaltend, niemand traute sich und alle standen unsicher im Raum herum. Aber nachdem wir freundlich mit einem verschmitzten Grinsen dazu aufgefordert wurden, doch bitte näher an die Bühne zu kommen, war der Groschen gefallen und jeder gab sich der Musik vollends hin. Die Atmosphäre im E-Werk hat hervorragend gepasst; es war ein so wunderbar intimes Konzert, bei welchem man sich durchgehend wohl und geborgen gefühlt hat, als wäre die Welt für ein paar Stunden doch noch in Ordnung. Man konnte tanzen, man konnte wippen, man konnte sich treiben lassen und man konnte es die ganze Zeit genießen. Und es war viel zu schnell vorbei. Nach knapp 55 Minuten war die erste Runde vorbei, die Zeit verging viel zu schnell. Aber natürlich gab es noch eine letzte Zugabe, bei der nochmal jeder seinen perfekten Abschluss finden konnte. Aber nach ca. 80 Minuten war dann wirklich Schluss, und es hätte am liebsten für immer weitergehen können. Der große Jubel war jedoch hochverdient und das Strahlen der sechs Schweden hat einem selbst das Herz erwärmt.




Doch nach dem Konzert ist vor dem Merchstand! Es gab von T-Shirts bis Beutel bis Vinyl alles, was das Herz begehrt. Die Preise waren zudem äußerst human und man konnte zuschlagen. Als besonderes Schmankerl kam die Band noch zum Stand um die Alben, Schalllatten und Tour-Kärtchen zu signieren.

Die Moral von der Geschicht

Was soll man sagen: ich wurde sehr großer Fan von The Majority Says. Selten wurde ich so positiv von einer Band überrascht, selten habe ich so viel Spielfreude miterlebt. Es war herrlich, von der ersten bis zur letzten Minute.

Reinhören!

Und für jeden, der jetzt etwas Lust bekommen hat und gerne reinhören moechte, hier sind meine Empfehlungen:



Und natürlich meine absolute Empfehlung: geht zu einem Konzert und lasst euch selbst überzeugen!





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